Atrå nach Mæl

4. Tag

Länge: 12,5 km / hinauf: 630hm / hinab: 660 hm

Höchster Punkt: 850 m, Niedrigster Punkt: 200 m

Wegebeschaffenheit: gute Waldwege hinauf und teilweise sehr steiler und unebener Pfade durch den Wald hinab. 

Wegbeschreibung

 Grüne Pfeile:  Mæl: Tinnsjø Kro und Camping

Blaue Punkte: Pilgerbank

 

Von der Kirche in Atrå aus, folgt ihr einem alten Pfad entlang der Friedhofsmauer hinunter zur Strasse und biegen dort nach rechts ab. Folgt der Hauptstrasse, zuerst über eine Brücke und dann etwa 500m weiter in Richtung Rjukan, bevor ihr an einem Hinweisschild nach rechts und kurz darauf wieder nach links, auf einen bergan führenden Schotterweg, abbiegt. In einer Spitzkehre, verlasst ihr den Schotterweg und folgt geradeaus einem Grasweg. Ihr werdet kurz darauf erneut an einem alten Stabbur vorbeikommen, während der Weg in stetiger Steigung weiter hinauf führt. Ein Schild verweist euch auf einen „Karrenpfad", dem ihr weiter aufwärts folgt. Etwas später verläuft parallel zu eurem Weg ein Waldweg. Ihr bleibt jedoch auf eurem Weg, der mit schönen Kantsteinen versehen ist. 

Wenn der „Karrenweg“ in einen breiten Waldweg übergeht, seht ihr ein Schild das euch nach links leitet. Folgt dem Waldweg weiter bergauf, aber vergesst nicht euch ab und zu umzudrehen, um die schöne Aussicht, zurück nach Atrå und hinüber nach Austbygde, zu geniessen.

Wenn der Waldweg auf einen breiten Fahrweg stösst, weist euch ein Schild darauf hin, dass ihr bereits 3 km (real schon 4 km) bergan gegangen seid und noch 7 km bis Mæl vor euch liegen. Der Fahrweg geht bald darauf in einen relativ neu angelegten Verbindungsweg über. 

Dieser Weg wurde für die "Tinnløypa" (Skiloipe im Winter) angelegt, die von Gvepseborg bis nach Atrå führt und auch Teil des Fahrradrennens "Telemarkhelten" ist. Am Ende des Verbindungs-weges trefft ihr wieder auf einen Schotterweg und das Hinweisschild weist euch nach rechts weiter den Berg hinauf. Oben auf dem Grat bieten sich euch wieder, durch die Bäume, schöne Ausblicke auf den Tinnsjø. Nach 8 km habt ihr nun mit 850 hm den höchsten Punkt des Pilgerweges erreicht. Hier wartet ein einfacher Rastplatz mit Aussicht auf euch. Die Pause habt ihr euch redlich verdient und anschliessend geht es nur noch bergab, dann mit Blick auf den Gaustatoppen.


Auf dem Bergkamm kommt ihr nun am "Menkhus" vorbei. Es handelt sich hierbei um eine „Fellesbeite“, das sind Weideflächen, die sich mehrere Höfe aus dem Tal im Sommer für ihre Tiere teilen. Wenn ihr einen kleinen Abstecher nach rechts hinauf Richtung Scheune macht, könnt ihr den alles überragenden Gaustatoppen in voller Größe bewundern.

Der Weg weiter, ist nun leicht abfallend  und etwas weiter unten seht ihr dann ein Schild, dass euch in einer Linkskehre auf einen schmalen Pfad in den Wald leitet. Von hier aus ist der Pfad mit roter Farbe an den Bäumen markiert. Nun liegen 4 km zum Teil steiler Abstieg vor euch. 

Der Pfad durch den Wald erfordert Trittsicherheit und unter Umständen ein wenig Talent zum Klettern. Es ist immer wieder möglich das Bäume über diese alten Pfade kippen oder schneller hineinwachsen als wir sie schneiden können. 

Es ist daher wichtig, dass ihr euch aufmerksam an der roten Markierung orientiert. Auf diesen Pfaden wurden schon früher die Tiere hinauf auf die Fellesbeite geführt. Um so weiter nach unten ihr kommt, um so besser wird der Pfad wieder. 

Oberhalb der Kirche kommt ihr zu einem schönen Aussichtsplatz der „Håmaren“ genannt wird und von dem aus ihr einen schönen Blick hinein ins Vestfjorddalen und somit Richtung Dal und hinunter auf die Kirche und im Hintergrund dem Schiffsanleger von Mæl geniessen könnt. Das Tagesziel liegt somit in greifbarer Nähe. Es folgen noch ein paar hundert Meter Pfad hinab und zwei Weidepforten bevor ihr an eine Strasse gelangt. Ihr folgt ihr nach rechts und seht schon bald auf der linken Seite die Kirche von Mæl, oberhalb der Måna, liegen. 

wichtige Informationen

Da diese Etappe bis hinauf auf 850 Höhenmeter führt sollte man diese Etappe nur von Juni bis September gehen (seht dazu auch den Film weiter unten)

Im Mai haben wir bei unserer Begehung noch Schnee auf den Wegen und vor allem durch die Schneeschmelze angeschwollene Bäche angetroffen. Es war zum Teil sehr schwierig sie trockenen Fußes zu überwinden. 

Außerdem ist es wichtig auf dem Pfad durch den Wald hinab genau auf die roten Farbmarkierungen und die gestrickten Markierungen zu achten, da es ist immer wieder möglich ist, dass Bäume oder Äste über dem Weg fallen. 

Wie auch bereits bei den anderen Etappen ist hier besondere Trittsicherheit und gutes Schuhwerk notwendig.

hinunter zur Kirche in Mæl

Der Pilgerweg für euch oft auf alten Pfaden, wie diesem hier, rund um den Tinnsjø. Das Video soll euch einen kleinen Eindruck von diesen Pfaden geben. Sie sind anstrengend zu gehen aber hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Auf dem Film seht ihr auch wie sehr die Schneeschmelze im Mai die Wege beeinflusst. Diesen Bach gibt es im Sommer zum Beispiel überhaupt nicht.